Ausgebüxter Bulle muss erschossen werden

Salzwedel: Jungbulle von Jäger in der Stadt erlegt

Salzwedel – Um 10.36 Uhr wurde über Notruf der Polizei mitgeteilt, dass im Bereich Kricheldorf ein Jungbulle in gefährlicher Art und Weise durchgegangen ist.

Dem Tier gelang es über die Strecke Wiese am Kolk, durch einen Schilfgürtel zur verlängerten Wiesenstraße und über den Chüdenwall in die Innenstadt zu laufen. Hier galoppierte es über den Parkplatz Volksbank (Kleine-Sankt-Ilsen-Straße), durch den Lohteich in Richtung Neuperverstraße, wo es an der Ecke Reichestraße durch eine Streifenwagenbesatzung gesichtet werden konnte. Den Beamten gelang es das Tier in Höhe des Kunsthauses/Wallstraße in Richtung Durchgang Burggarten abzudrängen.

Das Tier flüchtete durch den Wassergraben bis in den Burgarten. Durch das Schließen der Tore des Burggartens konnte eine weitere Flucht in die Innenstadt verhindert werden. Dort erlegte letztendlich ein hinzugezogener Jäger den Jungbullen. Dazu war durch das Ordnungsamt der Stadt Salzwedel eine Abschussgenehmigung bei der unteren Jagdbehörde beantragt und genehmigt worden.

Zu dem Tier ist bekannt, dass es sich erst seit einiger Zeit im Besitz eines Landwirtes befand. Es stammt ursprünglich aus dem Müritz-Nationalpark, ist wild aufgewachsen und hatte dort keine Bindungen zu Menschen. Den bisherigen Informationen nach ließ es niemanden an sich ran. Bei Annäherung setzte sofort ein Fluchtverhalten ein.

Eine Frau welche den Bullen im Burggarten mit Möhren füttern und besänftigen wollte, konnte aus Gefahrenabwehrgründen von den eingesetzten Polizeibeamten nicht in den Burggarten gelassen werden.
Nach bisherigem Ermittlungsstand kam es durch das Tier trotz des teilweise rasanten Durchgehens zu keinen Sachschäden oder verletzten Personen.


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