Ermittlungsgruppe „Agama“ hebt zahlreiche Drogenplantagen aus

Halle: Sechs Menschen bei Drogenrazzien festgenommen

Halle – Über 200 Einsatzkräfte der Polizei haben gestern Drogenplantagen im Süden Sachsen-Anhalts ausgehoben. Auch das Bundeskriminalamt war im Einsatz.

Seit  April 2017 führt die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd gemeinsame Ermittlungen mit tschechischen Kollegen, gegen Personen, welche im Verdacht stehen, mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen zu handeln, diese einzuführen, herzustellen bzw. auch anzubauen. Im Zuge dieser Ermittlungen wurde auch eine gemeinsame Ermittlungsgruppe „Agama“ gebildet.

Gestern und heute wurden insgesamt 14 Objekte (Wohn- und Geschäftsräume) von tatverdächtigen Personen durchsucht. Diese Durchsuchungsmaßnahmen erstreckten sich auf die Stadt Halle (Saale), den Landkreis Mansfeld-Südharz sowie den Bereich Bitterfeld.

Bei diesen Durchsuchungen wurden eine Indoor-Plantage mit über 450 Cannabispflanzen, über 700 Gramm Marihuana sowie mehrere tausend Euro Bargeld aufgefunden und sichergestellt. Außerdem erfolgte die Festnahme von drei albanischen Männern (32 und 40 Jahre alt)  sowie eines 38–jährigen deutschen Mannes. Gegen alle Personen lagen bereits Haftbefehle vor. 

200 Einsatzkräfte von Polizei und Bundeskriminalamt im Einsatz

Bereits im Juli 2017 wurden aufgrund dieser Ermittlungen an der Goitzsche bei Bitterfeld zwei Cannabis-Plantagen entdeckt und sichergestellt. Im August 2017 erfolgte die Sicherstellung von 1 Kilogramm Marihuana in Halle (Saale). Am 10.November 2017 gelang es der Polizei auf der Bundesautobahn A 9 bei Vockerode einen Transporter mit etwa 130 Kilogramm Marihuana zu stoppen. Dessen Fahrer, ein 37-jähriger Mann aus Tschechien wurde festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Außerdem wurden letztes Jahr noch ein Mann aus Guinea Bissau sowie eine deutsche Frau (27 Jahre) inhaftiert, welche als Abnehmer fungierten.

Ermittelt werden konnte auch, dass in einem Objekt im Bereich Bitterfeld Crystal in erheblicher Menge produziert wurde.

Etwa 200 Polizeikräfte waren an den Durchsuchungsmaßnahmen beteiligt. Die Einsatzkräfte kamen von der Landesbereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt, dem Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost, der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes sowie aus verschiedenen  Dienststellen der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd.


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