Lebensgefahr: Jugendliche auf Bahngleisen

Coswig – Am Dienstag, den 04.September 2018 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 14:55 Uhr über die Notfallleitstelle der Bahn über mehrere Jugendliche informiert, die sich am Haltepunkt Coswig in den Gleisen befinden sollen.

Daraufhin wurde die betroffene Strecke sofort gesperrt. Da ein rechtzeitiges Eintreffen von Bundespolizisten nicht gewährleistet werden konnte, unterstützten Beamte des Polizeireviers Wittenberg. Unter Inanspruchnahme von Blaulicht und Martinshorn fuhren die Polizisten zum Ereignisort. Am Haltepunkt Coswig trafen sie dann auf neun Kinder und Jugendliche, die sich glücklicher Weise nun nicht mehr im Gefahrenbereich aufhielten.

Die sechs Mädchen im Alter von 12-13 Jahren und die drei Jungen im Alter von 15, 16 und 20 Jahren wurden eindringlich zu den Gefahren an Bahnanlagen belehrt. Durch diese Handlungen erhielt ein Zug wenige Minuten Verspätung. Da diese Fälle leider keine Seltenheit darstellen möchte die Bundespolizei wiederholt auf die damit verbundenen Gefahren hinweisen. Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Züge können Hindernissen nicht ausweichen.

Ein 1200 Tonnen schwerer Zug mit 100 Stundenkilometern hat einen Bremsweg von über 1000 Metern. Die Bundespolizei bittet auch darum, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen. Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt die Bundespolizei gern zur Verfügung. Zudem wird die Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion Magdeburg die betroffenen Kinder und Jugendlichen kontaktieren und nochmals mit ihnen über diese Problematik sprechen.

Quelle: Bundespolizei


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