Zwei Menschen sterben bei Orkan in Sachsen-Anhalt

Magdeburg. Feuerwehren wegen "Friederike" im Dauereinsatz

Magdeburg – Auch wenn Sturmtief „Friederike“ nicht flächenmäßig so groß war wie „Kyrill“ 2007, hat der Orkan doch seine Spuren in Sachsen-Anhalt hinterlassen. Zwei Menschen starben.

Auch in der Landeshauptstadt hinterließ der Orkan seine Spuren. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz wegen herabhängender oder abgedeckter Dächer, sowie umgestürzter Bäume und anderen Sturmschäden. Insgesamt mussten 55 Einsätze bewältigt werden. Im Einsatz waren rund 200 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW).

Dieses unterstützte die Feuerwehr bei 14 Einsätzen. Während einer Einsatzfahrt der Feuerwehr kam es zu einem Unfall, bei dem das Einsatzfahrzeug und ein Pkw stark beschädigt wurden. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Im Landkreis Harz waren laut Polizei die Rettungskräfte im Dauereinsatz. Neben einer Vielzahl an umgestürzten Bäumen haben sich vereinzelt Dachziegel von den Dächern gelöst. Zeitweise ist u. a. der Oberharz aus Richtung Wernigerode über die L100 und die  B244 nicht befahrbar. Darüber hinaus ist das so genannte Trecktal aus Richtung Heimburg in Richtung Elbingerode gesperrt. Es kann aufgrund der anhaltenden Orkanböen nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Straßenabschnitte ganz oder teilweise gesperrt werden.

In Halle registrierte die Feuerwehr rund 250 wetterbedingte Einsätze

Mehrere Dächer wurden beschädigt. So in der Wörmlitzer Straße, im Bergschenkenweg, der Jupiterstraße, der August-Bebel-Straße und der Rigaer Straße. Bäume stürzten um und fielen auf PKW z.B. in der Straße Am Heiderand und der Grenzstraße. In der Großen Brauhausstraße fiel ein Werbeplakat auf zwei Autos und beschädigte diese.

Aufgrund umgestürzter Bäume mussten die Teutschenthaler Landstraße, Willy-Brandt-Straße und der Zollrain zeitweise gesperrt werden.

Person durch herabstürzende Teile leicht verletzt

In Döllnitz (Saalekreis) wurde ein Mensch durch eine herabfallende Gerüst-Bohle leicht verletzt. In der Ringstraße von Querfurt stürzte ein Baum um und beschädigte drei abgeparkte PKW. Ein PKW wurde durch umstürzenden Baum in der Großkaynaer Straße von Merseburg beschädigt. Ein fahrender LKW in der Leipziger Straße von Bad Dürrenberg. Herabfallende Dachziegel beschädigten in der Hauptstraße von Höhnstedt einen PKW. Auf der B100 bei Hohenthurm kippte ein LKW um.

65-Jähriger stürzt von Dach

UPDATE 08.37 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilte, erlag der Mann seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Gegen 15.35 Uhr stürzte  in der Hauptstraße von Benndorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) ein 65-jähriger Mann vom Dach eines Hauses. Er war dort mit Sicherungsarbeiten am Dach beschäftigt und fiel etwa 8 Meter in die Tiefe. Der Mann wurde schwer verletzt und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Mann vom Baum erschlagen

In der Otto-Nuschke-Straße in Hohenmölsen wurde gegen 14.30 Uhr ein 34-Jähriger nach bisherigen Erkenntnissen durch einen umstürzenden Baum getroffen. Auch er erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Auf dem Brocken wurden laut Deutschem Wetterdienst Spitzenwerte von bis 203 Stundenkilometern gemessen. Das entspreche einem Extremorkan.


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